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Auftanken oder Aufladen –
Die Stromtankstelle kommt

Auftanken
 

„Frieden in der Welt“ – Der Weg zur Elektrotankstelle

Ein Elektrofahrzeug zu fahren ist die eine Sache, wo aber auftanken – das ist die andere.

Wo bleiben also die großen Ladestationen, ähnlich wie Tankstellen, für die Elektroautos? Diesem Problem hat sich nun ein Mann gewidmet. Shai Agassi, bekannt als Software-Millionär (Ex-SAP-Vorstand), 39 Jahre alt, plant eine grüne Autorevolution. Sein erster Schritt sollen 500.000 Ladestationen für Elektromobile in seiner Heimat Israel sein, sobald dies den gewünschten Erfolg bringt, möchte er international expandieren.

Hierzu hat er sich bereits den israelischen Premierminister Ehud Olmert ins Boot geholt und betont, dass es ihm nicht ums Geld ginge. Er plant den großen Umbruch in der Geschichte des Kapitalismus, Israels Energieprobleme beseitigen und Frieden im Mittleren Osten zu schaffen.
„Frieden in der Region und Frieden in der Welt, das ist meine Passion“, so Agassi.

Shai Agassi

 

Shai Agassi,
Quelle: Wikipedia

Elektromodell von Renault Das erste Elektromodell soll auf Basis des Renault Megane gebaut werden
Ehud Olmert Premierminister
Ehud Olmert
Quelle: Wikipedia

 

Project Better Place

So nennt Agassi sein aktuelles Vorhaben, letzlich nicht nur etwas für die Umwelt zu tun und den Fortschritt in Rekordtempo anzukurbeln, sondern auch ein nahezu selbstloses Ziel zu verfolgen: Frieden!
Der Plan ist bereits bekannt: 500.000 Ladestationen, ähnlich den bisher bekannten Tankstellen, sollen Israel überziehen und das Ganze wird auch noch kombiniert mit einer Art Abo. Öl soll damit als Energiequelle so gut wie überflüssig werden, denn man tankt jetzt per Stromkabel. Dazu kommt, dass man, ähnlich wie beim Handyvertrag, das Gerät, was man dazu braucht, quasi umsonst bekommt.

Diese „grünen Autos“ liefert erstmal Renault mit dem Modell Megane. Dies erschien zunächst Israels Premierminister Olmert etwas unglaubwürdig, und so sicherte er Agassi erstmal Unterstützung zu, sobald Agassi genug Startkapital zusammenbekommen habe.

Gesagt, getan, zwölf Monate später, nach unzähligen Verhandlungen, kann Agassi auf einen Startkapitalfond von 200 Millionen Dollar blicken.

Damit konnte sogar Olmert, sowie Israels Präsident Shimon Peres überzeugt werden. Alle Ministerien wurden angewiesen, dieses Projekt zu unterstützen und setzten sogar Steuererleichterungen für Elektroautos durch. Zudem sollen von Regierungsseite zwei große Solarkraftwerke in der Negev-Wüste gebaut werden. Die ersten Tests laufen Ende 2008 an und der optimistische Plan sieht weiterhin die Fertigstellung des Elektroauto-Stromtankstellen-Netzes für 2011 vor.

Das Gesamtkonzept steht also schon so gut wie fest. Der Kunde erhält ein Elektroauto kostenlos oder zu einem vergünstigten Preis, dafür unterschreibt er einen mehrjährigen Abo-Vertrag. An den Ladestationen kann der Konsument dann seinen Akku aufladen oder schnell und einfach gegen einen geladenen austauschen, das Fahrzeug wird dort identifiziert und die Abrechnung erfolgt automatisch per Software und Funkchip. Agassi vergleicht das Prinzip mit einer Sim-Karte im Handy.

Nun gibt es genug Gegner, die Shai Agassi bereits scheitern sehen, aber auch Befürworter, wie DGS-Experte Engel, die überzeugt sind, dass ein Plan auch umsetzbar ist, wenn man die Regierung auf seiner Seite, genug Kapital und überzeugende Argumente hat. Somit ist der Grundstein für einen funktionierenden Markt gelegt.

Agassi zeigt sich weiterhin optimistisch, denn Israel soll erst der Anfang sein. In 30 weiteren Ländern hat er sein Projekt bereits vorgestellt, 20 Länder davon haben bereits ihr Interesse bekundet. Sogar Deutschland zeigt Interesse, Agassi wartet aber noch auf vernünftige Rahmenbedingungen von seitens der Regierung.

Als nächstes Land wird wohl Dänemark nachziehen. Dort scheinen die Verhandlungen schon auf einen Abschluss zu gehen. Ein Stromkonzern ist in dem führenden Unternehmen Dong bereits gewonnen.
Es wird wieder von 500.000 Ladestation über das ganze Land verteilt ausgegangen, die hauptsächlich an öffentlichen Parkplätzen angesiedelt werden. Dazu kommen etwa 150 Standorte, an denen man seine leere Batterie sofort gegen eine neue volle tauschen kann. Auch hier werden die Autos von Renault-Nissan geliefert, diese wollen ab 2011 mit der Massenproduktion stromgetriebener Fahrzeuge beginnen.

In Dänemark wird allerdings kein Ausbau von Solarkraftwerken geplant, hier gäbe es nämlich schon genug regenerative Energie, um alle Autos in Skandinavien zu versorgen. Rund 20 Prozent der von DONG installierten Kraftwerken seien Windräder. Auch in Dänemark steht die Regierung hinter dem neuen Projekt. Während die Steuer für Autos mit konventionellem Antrieb sehr hoch ist, sollen die Elektroautos bis 2012 steuerfrei bleiben.

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